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#20

MARIA LASSNIG (1919–2014) // „Balken im Auge/Trauernde Hände“, 1964

Öl auf Leinwand, 77 x 115 cm

Zurzeit: Hamburger Kunsthalle

In wenig bekannten, eindrucksvollen Bildern verbindet die international renommierte Künstlerin Maria Lassnig den persönlichen Verlust durch den Tod ihrer Mutter mit einer grundlegenden Verunsicherung und Infragestellung ihrer künstlerischen Schaffenskraft.

Was Lassnig so besonders macht, ist ihre Behandlung des weiblichen Körpers als eine Art performatives Terrain oder performativer Raum. Sie arbeitet nach dem Gedächtnis, liegt am Rand der Leinwand oder sitzt in ihrer Mitte. Man hat es hier mit Ansätzen einer poetischen Verräumlichung zu tun, wie man sie auch bei Carolee Schneemann, Valie Export oder Bruce Nauman findet. Lassnig macht die genau richtigen Einsätze beim Spiel um die zeitgenössischen Möglichkeiten der Malerei, sich neue Gebiete der Innerlichkeit zu erschließen. (Zit.: Mark Sadler, Deichtorhallen, Hamburg)

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