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#44

MERET OPPENHEIM (1913 – 1985) // „Pelzhandschuhe“ (1935)

Besonders hat es Meret Oppenheim der Pelz angetan: Neben dem pelzigen Bierkrug sind es auch ein Fell-Armreif (1935) – der ihr als Inspiration für die berühmte Pelztasse diente – und Pelzhandschuhe (1936). Die Pelzhandschuhe, aus denen rotlackierte Fingerspitzen herausschauen, sind schauerlich – die Frau als Raubtier – und gleichzeitig hocherotisch. Sie war eine der ersten Künstlerinnen, die mit Fellmaterial gearbeitet hat und dem Material eine sexuelle Konnotation gab.

In ihrer Generation waren Künstlerinnen, die offen mit den Thema Erotik und Sexualität spielten, noch die Ausnahme. Sie hat viel von späteren Vertreterinnen des Feminismus vorweg genommen. Nicht nur in ihrer Kunst, sondern auch im Leben.

„Ich möchte sogar sagen, dass man als Frau die Verpflichtung hat, durch seine Lebensführung zu beweisen, dass man die Tabus, mit welchen die Frauen seit Jahrtausenden in einem Zustand der Unterwerfung gehalten werden, als nicht mehr gültig ansieht.“ (Zit. Maret Oppenheim)

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