alte kegelbahn

Eine Objektinstallation von Walter Kratner (seit 2001)

walter kratner_alte kegelbahn_basilika am weizberg_kunst im öffentlichen raum_pfingstart
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Nahe der Weizbergkirche  wurde 2001 eine beinahe sinnlose Anlage, kurz vor dem Einsturz,  gerettet. Die barocke Kegelbahn. Sie soll einst (es sind schon wieder viel mehr als zweihundert Jahre)  17 Weizer Kaplänen zum Zeitvertreib gedient haben.

In Form von schlagender Einfachheit aus Serpentin gearbeitet, verweisen jetzt zwei geometrische Körper (Sphäre und Kubus) auf diese historische Funktion. Aus Serpentinstein gebrochen und bearbeitet, haben beide plastische Körper – trotz unterschiedlicher Form – ein identisches Volumen, dasselbe Gewicht.

Auf handgeschmiedeten Eisentafeln stehen sie sich an beiden Enden der Bahn gegenüber. In ihrer kargen und linearen Gestaltungsweise als Zeichen für Bewegung und Stillstand, Ruhen und Rollen. Beide Objekte stehen in den ausgeschmiedeten Einbuchtungen einer Eisenplatte. Gewicht, Schwerkraft, Zeit und Arbeit haben ihre lesbaren Spuren hinterlassen. Sie blieben bestehen, auch wenn der lastende Körper wieder entfernt werden würde.

Erstarrt in Raum und Zeit, konserviert der Steinkubus in seinem Inneren eine Orgelpfeife aus dem alten Bestand der Weizberger Wallfahrtskirche. Autor der permanenten Installation:Walter Kratner. Zur Eröffnung tanzte 2001 der grandiose Wiener Tänzer und Choreograph Sebastian Prantl.  Auch vergessen. Sowieso. Ist so.