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#80

pfingstART 21 // “13 ARTISTS – 13 SHORT VIDEOS”

JAVID RAMEZANI // Ein kurzer Film aus der Pandemie des Alltags / A short film from the everyday pandemic

DEUTSCH “Orbuculum – Das schwarze Ding aus Hartplastik.” Einst war es die magische Sphäre der Druiden. Heute ist das „Orbuculum“ eine Sphäre aus schwarzem Plastik, die Autotüren automatisch zu öffnen scheint. Für die christliche Kirche im Mittelalter noch ein rätselhaftes Symbol der Häretiker, ist es für den Teheraner Künstler Javid Ramezani ein gestylter Zauber-Schlüssel zur Flucht aus der Pandemie des Alltags.

ENGLISH “Orbuculum – That thing of compressed and compact and black.” It was once the magical sphere of the druids. Today the „orbuculum“ is a sphere made of black plastic that appears to open car doors automaticly. For the Christian church in the Middle Ages still a puzzling symbol of the heretics, for the Tehran artist Javid Ramezani it is a stylish magic key to escape from the pandemic of everyday life.

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#79

pfingstART 21 // „13 ARTISTS – 13 SHORT VIDEOS“

WALTER KRATNER // „Woyzeck. Der Richterspruch“ / „Woyzeck. The verdict“

DEUTSCH „Mögen alle mit dem festen Entschlusse von dieser schauerlichen Handlung zurückkehren: Besser zu seyn, damit es besser werde.“ (Flugblätter an die Bevölkerung, Leipzig, August 1824)

Johann Christian Woyzeck  war ein deutscher Soldat, der wegen Mordes an der Chirurgenwitwe Johanna Christiane Woost im Februar 1822 öffentlich hingerichtet wurde. Seine Geschichte diente Georg Büchner als Vorlage für sein Dramenfragment „Woyzeck“. Es erschien nach dem Tod des Dramatikers in einer überarbeiteten Fassung 1879. Diese Epoche spiegelt das politische und sozialkritische Aufbegehren, ohne idealistische Verklärung, gegen die staatliche Obrigkeit wider.

ENGLISH „May all return from this gruesome act with a firm resolve: to be better, so that it may be better.“ (Handouts  to the population, Leipzig, August 1824)

Johann Christian Woyzeck was a German soldier who was publicly executed for the murder of the surgeon`s widow Johanna Christiane Woost in February 1822. Georg Büchner used the story as a template for his drama-fragment „Woyzeck“. It was published in a revised version after the playwrighters death in 1879. This epoch reflects the political and socially critical rebellion against the state authorities without idealistic glorification.

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#76

pfingstART 21_ONLINE // “13 ARTISTS – 13 SHORT VIDEOS“

GREGORY EDWARDS

DEUTSCH: Afroamerikanische Kunst und expressive Malerei

Der kalifornische Maler Gregory Edwards ist seit langem als Kunst-Aktivist bekannt, der sozialpolitische Fragen, sowohl in der Kunst, als auch im gesellschaftlichen Kontext aufgreift. Edwards begann seine Vorstellungen im Bereich der Kunst und des politischen Engagements in Basis-Organisationen während der Zeit der amerikanischen Bürgerrechtsbewegungen zu verwirklichen.

In seinen Bildern und Zeichnungen kombiniert er traditionelle glyphische Ikonographie aus verschiedenen Kulturen mit Werkzeugen und persönlichen Gegenständen lebender Verwandter und Freunde. Dabei bezieht er auch Darstellungen von Werkzeugen ein, die von den Sklavenvorfahren seiner Familie verwendet wurden. Heute  beschreibt  er seine gestischen, abstrakten Gemälde, als „Stroke-Ism“. („Schlag-Bilder“)

ENGLISH: African-American arts and expressive paintings

The Bay Area artist Gregory Edwards has long been known as an arts activist, particularly adept evaluating, strategizing and brainstorming cultural and social policy issues, both in the arts and in the larger community. Edwards got his start in the activism area with community-based organizations in the civil rights era.

The drawings combine traditional glyphic iconography from different cultures with tools and personal effects of living relatives, friends and even those surviving tools used by his family’s slave ancestors. He described the gestural, abstract paintings he is now making as „Stroke Ism“.

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#75

pfingstART 21_ ONLINE // “13 ARTISTS – 13 SHORT VIDEOS“

ISHAN CLEMENCO // „n.T.“ (Ton- und Objektinstallation)

DEUTSCH Mit Farbsträngen und Kalklinien führt der Komponist und Künstleraus San Francisco in sein poetisches Universum der Töne. Ishan Clemenco begann seine Karriere als Komponist in San Francisco. Die einzelnen Arbeiten zeigen eine Reihe von Markierungen, die er in den letzten 19 Jahren mit Kreidelinien gemacht habe. Kreidelinien werden seit der Antike traditionell verwendet, um den Umfang und die Abmessungen von Gebäudestrukturen und Denkmälern festzulegen.

ENGLISH . With adapted colored chalk-line marking instruments, the composer and artist from San Francisco leads into his poetic universe of tones. Ishan Clemenco began his career as a composer in San Francisco. The individual works show a range of marks he has engaged in making with chalk-lines for the past 19 years. Chalk-lines have been traditionally employed from antiquity to lay-out the perimeters and dimensions of building structures and monuments.

NOTES:

n.T. (pendular chalk-lines: 9 lines; blue/white/red/black) 04.iii.2021 [single-channel digital video + real-time sound]

Oscillating, suspended chalk-lines, ground pigment [pthalo blue/cobalt blue/titanium white/cadmium red medium], 16-strand rope, iron stage weights, 35mm film leaderbowed de-constructed cabinet grand piano.

Recorded at an abandoned darkroom, in de-commissioned submarine officers quarters, Hunters Point Naval Shipyard, San Francisco, 4 March, 2021

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#74

pfingstART ONLINE // „13 ARTISTS -13 SHORT VIDEOS

LYDIA MISCHKULNIG // „Aus den Tagebüchern“

DEUTSCH Lydia Mischkulnig ist eine unbestechliche Beobachterin. In ironisch gebrochenen Formen, beschreibt sie mit diesen literarischen Miniaturen und selbstgedrehten short-cuts eine fragile Welt aus der Pandemie. Über Naschmarkt, Kickl und die Poesie der Amanda Gorman.

ENGLISH Lydia Mischkulnig is an incorruptible observer.  In ironic broken forms, she describes with these literary miniatures and self-made short-cuts a fragile world of the pandemic. About Naschmarkt (traditional market in Vienna), Kickl (far right wing ex minister) and the poetry of Amanda Gorman.

LYDIA MISCHKULNIG // „Aus den Tagebüchern“

„Was kann ich für Sie tun? – Ingeborg Bachmann am Telefon.“

Lydia Mischkulnig liest aus ihren „Tagebüchern“ zwei literarische Miniaturen aus der Zeit der Pandemie.

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>> LYDIA MISCHKULNIG für „90 SEKUNDEN LITERATUR“

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#73

pfingstART ONLINE 21 // “13 ARTISTS – 13 SHORT VIDEOS“

ANNA DROŃSKA

DEUTSCH Die polnische Künstlerin Anna Dronska beschäftigt sich mit Malerei und experimentellen Textilien. Ihre kreativen Interessen drehen sich um eine  Kunst, die tiefgreifende ökologische Fragen aufgreift. Ihr Kurzfilm öffnet den Kosmos  in eine erblindete Welt.

„Aus irgendeinem Grund sind wir praktisch, kalt und modern geworden. Wir vergessen immer öfter, dass ein Teil des Körpers, der im Auto eingeschlossen ist, auch im Besitz einer Seele ist.“ (Katalogtext)

ENGLISCH The Polish artist Anna Dronska deals with painting and experimental textile. Her creative interests revolve around ecological art and profound ecology. Her short film opens the cosmos into a blind world.

“For some reason, we have become practical, cold and modern to the core. We ever more often forget, that part from the body locked inside the car, we are also in possession of a soul.” (Catalogue text)

pfingstART 21_ ONLINE EXTRA // “13 ARTISTS – 13 SHORT VIDEOS“

ANNA DROŃSKA // “Melancholia”

DEUTSCH Jeder Atemzug ist eine zeitlose Geschichte aus Angst, die weder logisch verortet noch gelindert werden kann.

„Nach mehreren Ausstellungen sehe ich, dass einige emotional Unangepassten, so wie ich, auf solche Bilder warten, um sich wenigstens für einen Augenblick, aus ihrer melancholischen Einsamkeit zu befreien.“ (Anna Dronska, Katalogtext)

ENGLISH Every breath is a timeless story of fear that can neither be logically located nor alleviated.

“However, after successive presentations I see that crowd like me emotional freaks waiting for this type of messages that even for a moment changes their melancholy solitude.” (Anna Dronska, catalogue text)

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>> ANNA DROŃSKA für „DAYDREAMS“ 2016

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#72

pfingstART ONLINE 21 // “13 ARTISTS – 13 SHORT VIDEOS“

SAEED JAFARIAN  // Über „Umbra“ / About „Umbra // Filmfestival Cannes 2018

DEUTSCH „Kunst ist Schönheit plus Mitleid. Mitleid ist eigentlich das, was authentische Kunst ausmacht.“ (nach Vladimir Nabokov)

Der Kurzfilm „Umbra“ des iranischen Regisseurs Saeed Jafarian wurde bei den 71. Filmfestspielen von Cannes für den Kurzfilm Palme d’Or nominiert und auf den renommiertesten Filmfestivals der Welt gezeigt. „Umbra“ hat eine Frau in Teheran als Protagonistin, die Grenzen überschreitet und Ängste überwindet, um frei zu sein. In diesem kurzen Video zum Film, spricht Saeed Jafarian in seinem Statement, vom Dreh einer besonderen Sequenz, die im Film fehlt und hier zum ersten Mal öffentlich gezeigt wird.

ENGLISH “Art is beauty plus pity. Pity is actually what defines authentic art.” (Vladimir Nabakov)

The short film “Umbra” from the Iranian director Saeed Jafarian was nominated for the Short Film Palme d’Or at the 71st Annual Cannes Film Festival and also have screened at some of the world’s most prestigious film festivals. „Umbra“ is about breaking boundaries and the fear of being free, specially for women in Iran. In this Short Video Jafarian is speaking about one particulary “shot” on the set for the film, which is shown for the first time in public.

Throughout the month of May 2021, 13 artists from Europe, the USA and the Middle East are showing 13 short videos. #kultur6vor6

Curator: Walter Kratner // Video-Design: Masoud Razavy Pour

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#70

pfingstART ONLINE // “13 ARTISTS – 13 SHORT VIDEOS“

FRANCESCA CATALDI  (Italia)

DEUTSCH: „Auf der Suche nach der verlorenen Erinnerung“

Mit diesem Kurzfilm setzt Francesca Cataldi ihre Entdeckungsreise durch die Geschichte und durch die Materie der Kartographie mit handgeformten Objekten und gebrauchten Papieren fort. Die Künstlerin  arbeitet hauptsächlich mit „armen“ Materialien wie Eisen, Glasfaser, Kupfer, Bitumen, Teer, Glas, Beton, Zellulose oder gefundenen Gegenständen.

ITALIANO:  „Alla ricerca della memoria perduta“

Con questo cortometraggio Francesca Cataldi continua il viaggio esplorativo nella materia e nella storia della cartografia con le trame plasmate.  L`artista lavora soprattutto con materiali poveri come ferro, vetroresina, rame, bitume, catrame, vetro, cemento, cellulose o  oggetti trovati.

ENGLISH: „In search of lost menories“

With this short film, Francesca Cataldi continues her voyage of discovery through the history and the subject of cartography with hand-formed objects and used paper. The artist works mainly with “poor” materials such as iron, fiberglass, copper, bitumen, tar, glass, concrete, cellulose or found objects.

Throughout the month of May 2021, 13 artists from Europe, the USA and the Middle East are showing 13 short videos.

Curator: Walter Kratner // Video-Design: Masoud Razavy Pour

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>> „LOST MEMORIES“ // FÜR pfingstART 2019

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#69

pfingstART ONLINE // “13 ARTISTS – 13 SHORT VIDEOS“

MARTA WASILEWSKA-FRĄGNOWSKA (Poland)

DEUTSCH: (…) „Meine Bilder sind zugleich mein Dialog mit dem, was sich neulich im Kontext „Frauenrechte“ in Polen ereignet hat.

Mit meiner Malerei, insbesondere mit dem neuen Zyklus, versuche ich mich daran zu gewöhnen und zu verstehen, dass die Welt voller Kontraste ist. Das kann sowohl schön und faszinierend sein, als auch voller Zweifel, Verachtung und Unverständnis.“ (…)

ENGLISH: (…) “My pictures are also my dialogue with what recently happened in Poland in the context of Women’s  Rights.“

With my painting, especially with the new cycle, I try to get used to it and understand that the world is full of contrasts. It can be beautiful and fascinating as well as full of doubt, contempt and incomprehension. “ (…)

Throughout the month of May 2021, 13 artists from Europe, the USA and the Middle East are showing 13 short videos.

Curator: Walter Kratner // Video-Design: Masoud Razavy Pour

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>> „DAYDREAMS“ // KUNSTHAUS WEIZ, AUSTRIA

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#68

BEATE WITTMANN //  ORF RADIO STEIERMARK // „Kulturzeit“ //

pfingstART 21_PODCAST // KURZFILME und AUSSTELLUNG

Throughout the month of May, 13 artists from Europe, the USA and the Middle East are showing 13 short videos. The digital space is supplemented from May 2nd by a large scale art-installation in the basilica on Weizberg for a temporary period of time. >> TO THE PROGRAM 2021

ARTISTS: Marta Wasilewska-Frągnowska (Polen); Francesca Cataldi (Italien); Sabine Gruber; Saeed Jafarian (Iran); Anna Drońska (Polen); Lydia Mischkulnig; Ishan Clemenco (USA); Gregory Edwards (USA); Barbi Marković; Christoph Urban; Walter Kratner; Kornelia Strahlhofer; Javid Ramezani (Iran); Igmar Jenner;

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>> SIEHE AUCH: ORF KULTUR (Vollständiger Text zu pfingstART 21)

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