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#7

JOSEF BAUER (*1934) // „ Soldatenserie“ (2011)

SW-Foto mit Pinsel

Belvedere 21, Wien // Bis 12. Januar 2020  // Danach Lentos, Linz

Josef Bauer ist eine visionäre, im internationalen Kunstgeschehen bisher kaum wahrgenommene Position. Bauer gehört zu den wesentlichen Protagonisten der konzeptuellen Kunst in Österreich seit den 1960er-Jahren. Bereits als Kind mit den Verbrechen des NS-Regimes konfrontiert – auf dem Grundstück seiner Familie wird ein Nebenlager von Mauthausen errichtet -, verarbeitet er diese Erfahrungen schon in seinen ersten Bildern.

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#6

EVA GRUBINGER // „ MALADY OF THE INFINITE”

Belvedere 21, Wien  // bis 13. April 2020

Das Cockpit-Chassis ragt in die Luft, der Rumpf steht bereits unter Wasser. Trotzdem dominiert die Superjacht den Raum. Sie wird nur von mehreren Minen in Schach gehalten, die sich aus dem Boden erheben, als würden sie an der Meeresoberfläche treiben. Das künstlerische Markenzeichen von Eva Grubinger ist die Verfremdung und Aktivierung von Objekten mittels Vergrößerung, die Materialänderung und  Reduktion. Mit diesen bildhauerischen Stilmitteln schafft die Künstlerin auch hier eine skulpturale Szene, die poetische Leichtigkeit mit politischer Brisanz verbindet.

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#5

JACKIE WINSOR //„Chunk Piece“ (1970)

Jacqueline „Jackie“ Winsor (*1941) ist eine kanadisch-amerikanische Bildhauerin. Ihr Stil, der sich in den frühen 1970er Jahren als Reaktion auf das Schaffen minimalistischer Künstler entwickelte, wurde als Post-Minimal-, Anti-Form- und Prozesskunst charakterisiert. Winsors Skulpturen aus dieser Zeit, die von ihrer eigenen persönlichen Geschichte geprägt sind, stehen an der Schnittstelle zwischen Minimalismus und Feminismus.

©Moma 2019

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#4

WALTER PICHLER (1936 – 2012) // „Alte Figur“ (1960 – 1963)

Oberes Belvedere Wien // bis 9. Februar 2020

In „Alte Figur“ manifestiert sich Walter Pichlers elementares Kunstverständnis. Stoizismus, technische Präzision und Präsentation lassen an archaische Artefakten denken. Die unmittelbare Verbindung von Leben und Werk ist im Schaffen des Künstlers zentral. Pichler stellte, setzte oder legte seine „Alte Figur“ auf ein Matratzenlager, das zugleich Sockel, Wohnstatt und Thron ist. Mit „Alte Figur“ nahm Pichler das Hauptthema seiner späteren Arbeit vorweg, Raum, Skulptur, Material und Zeit als Einklang zu konzipieren.

Walter Pichler // „Ohne Titel“ (Alte Figur, oder Frau aus Metall)

Bleistift auf Papier // 30,7 x 43,3 cm

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#3

WALTER KRATNER // Aus dem  Bildzyklus „Der Makel“

Öl auf Graphit auf Papier auf Fotografie (40x30cm) // Zurzeit: >> Galerie Reitbauer (Birkfeld, Stmk., Österreich)

bis 7. Dez. 2019

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#2

CEIJA STOJKA  (1933 – 2013) // „Mama wach auf. 1944“

Zurzeit: Museo Reina Sofia, Madrid // bis 23. März 2020

Ihre Werke dokumentieren die Verfolgung der Sinti und Roma während des Zweiten Weltkriegs. „Es sind Bilder aus der Perspektive eines Kindes, das in Wirklichkeit eine erwachsene Frau ist, die sich an ihr Leben in einem Konzentrationslager erinnert. Aus dem Blickwinkel des kleinen Mädchens werden die Stiefel der Soldaten riesig groß und die Hunde zur Bedrohung.“ (Zit.: Manuel Broja-Villel)

Siehe auch:

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#1

FRANZ GERTSCH // „Schwarzwasser“ (Triptychon, 1991-1992)

Holzschnitt, 238cm x 562cm (gesamt) // Japanpapier (handgeschöpft, 3-teilig)

Franz Gertsch zieht keine souveränen Linien, schneidet weder Kurven noch Geraden in die Platte, lässt keine kunstvoll gebogenen Grate stehen. Er sticht Punkte aus und setzt tausende von unscheinbaren Kerben.

„Gertsch hat damit einen neuen Zugang zur Wirklichkeit erreicht. Er sucht das Charakteristische, Wesenhafte, Allgemeingültige eines Motivs ohne Bindung an einen konkreten Ort und eine spezifische Zeit. (Zit.:  Klaus Albrecht Schröder, Albertina)

Aus:  Sammlung Willy Michel, Museum in Burgdorf

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